Mathematik  

Herr Kay Morten Bayer
Frau Mechthilde Bies
Frau Sabine Hensing
Frau Sabine Krüger
Herr Markus Reichert
Herr Roland von Rüden
Herr Ralf Rullof - Klein
Herr Dr. Ernst Sauerland
  

   
   
   

Mathematik

Der Beitrag des Mathematikunterrichts zu einer vertieften Allgemeinbildung

(in Anlehnung an die Lehrpläne für die Gymnasien im Saarland)

Mathematikkenntnisse sind ein wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Studierfähigkeit. Sie bilden die fachlichen Grundlagen für ein durch mathematische Denkweisen geprägtes Studium oder Berufsfeld. Außer in den klassischen MINT – Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) werden in zunehmendem Maß auch in Arbeitsgebieten im wirtschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Bereich fundierte Mathematikkenntnisse gefordert.

Die Fähigkeit, Zusammenhänge und ihre Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und mit ihnen umzugehen, ist ein intellektueller Wert an sich und stellt einen wichtigen Beitrag der Mathematik zu unserer Kultur dar. Sie ermöglicht eine kritische Wertung von gesellschaftlichen Entwicklungen und leitet zu verantwortungsbewusstem Handeln an.

In unserer Gesellschaft, sowohl in weiten Teilen des Alltagslebens wie auch in nahezu allen Bereichen des Berufslebens, wird es immer wichtiger, quantitative Zusammenhänge und abstrakte Strukturen zu erfassen, zu analysieren und weiter zu bearbeiten. Dabei kommen verstärkt heuristische Vorgehensweisen, Problemlösestrategien und Verfahren zum Tragen, die weit über die elementaren Rechentechniken hinaus gehen.

Der Einsatz technischer Hilfsmittel (Computer, Smartphones, CAS – Systeme, etc.) macht es nötig, die zu Grunde liegenden mathematischen Methoden zu verstehen, da es nur so gelingen kann, Möglichkeiten und Grenzen dieser Hilfsmittel richtig zu beurteilen und sie sinnvoll einzusetzen.

Der Mathematikunterricht fördert maßgeblich die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen durch das Vermitteln von Methodenkompetenz, Sachwissen und inneren Haltungen und stärkt so die vernunftbetonte Selbstbestimmung. Hierin besteht der wesentliche Beitrag des Mathematikunterrichtes zu einer vertieften Allgemeinbildung.

Entsprechend ergeben sich zentrale Ziele des Mathematikunterrichts:

  • Mathematisches Modellieren: Reale Situationen in die Sprache der Mathematik übersetzen, die entwickelten Modelle mathematisch bearbeiten und die Ergebnisse interpretieren.

  • Entdeckendes Lernen: Beziehungen und Strukturen mit Hilfe heuristischer Strategien beim Experimentieren und Probieren entdecken und analysieren.

  • Begriffliche Präzision: Aussagen exakt formulieren und logische Schlussfolgerungen ziehen. Die Bereitschaft und die Kompetenz zum Argumentieren und Kritisieren werden gefördert. Es werden verschiedene Stufen des Begründens, vom beispielgebundenen Verdeutlichen bis zum formalen Beweisen, verwendet.

  • Kommunikationsvermögen: Mathematische Sachverhalte mündlich und schriftlich darstellen oder graphisch veranschaulichen. Das Übersetzen zwischen verschiedenen Sprachebenen, das Formalisieren und das algorithmische und kalkülhafte Arbeiten sind spezifische Formen des mathematischen Ausdrucks.

  • Kreativität und Fantasie: Elemente des Spielerischen aufgreifen und die Ästhetik von Darstellungen betonen.

  • Historische Genese der Mathematik und ihre Bedeutung für die Entwicklung unserer Gesellschaft.